Das Ergebnis 2022 der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel fällt mit einem Gesamtgewinn von CHF 5,2 Mio. erneut positiv aus. Mit einer EBITDAR-Marge von 9,1 % wurde die Vorgabe des Eigners, dem Kanton Basel-Stadt, übertroffen. Die leichte Steigerung des Betriebsertrags kann auch auf eine höhere Nachfrage nach ambulanten Leistungen in der Klinik für Erwachsene (UPKE) und in der Klinik für Kinder und Jugendliche (UPKKJ) zurückgeführt werden.
Der Betriebsaufwand stieg im Berichtsjahr auf CHF 146,6 Mio. an und weist eine Erhöhung der Kosten von CHF 2,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf. Massgeblich trugen die Personalkosten und andere betriebliche Aufwendungen zu diesen höheren Kosten bei.
Fokus Patientinnen und Patienten
Dank dem guten Ergebnis 2022 können die UPK notwendige Investitionen ohne Aufnahme von Fremdmitteln umsetzen und somit die Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig und zeitgemäss gestalten. Beispiele für die Weichenstellung sind die Realisierung wichtiger strategischer Projekte wie die Kriseninterventionsstation (KIS) oder das Suchtambulatorium (SAM), die im Frühjahr und Sommer 2023 auf dem UPK-Campus eröffnet werden. Mit Fokus auf eine optimale Patientenversorgung treiben die UPK überdies eine umfassende Arealplanung des UPK-Campus voran. Und mit dem Auftakt zur Erneuerung des Klinikinformationssystems wurde ein Kernprojekt der Digitalisierung gestartet. Damit wird dem Strukturwandel «Ambulant vor Stationär» Rechnung getragen.
Ausbildung und ausgezeichnete Forschung
Gefördert wird bei den UPK nicht nur der akademische Nachwuchs, sondern auch Nachwuchskräfte im pflegerischen, medizinischen und kaufmännischen Bereich: 103 junge Menschen haben 2022 eine
Ausbildung bei den UPK absolviert (Vorjahr: 101). Als universitäre psychiatrische Kliniken setzen wir traditionsgemäss auch einen Schwerpunkt bei der Forschung, etwa mit Studien zu Long Covid, Resilienz, Depression, Handynutzung oder Chronobiologie. Verschiedene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der UPK erhielten 2022 Auszeichnungen. So ging der «Inger Salling Preis» an Prof. Christian Huber, Chefarzt des Zentrums für Psychotische Erkrankungen, für seine Forschung und Tätigkeit zur Reduktion von Zwangsmassnahmen und zur Öffnung der Psychiatrie.
Ausgezeichnet wurde mit dem «Innovation Qualité» auch die Klinik für Erwachsene (UPKE) für ihr seit rund zehn Jahren angewandtes Modell der Open Doors. Dieser Preis geht jeweils an Projekte, die die Qualität des Schweizer Gesundheitssystem voranbringen. Direktorin Prof. Undine Lang, welche das Konzept der Open Doors aus ihrer früheren Tätigkeit an der Berliner Charité an die UPK nach Basel mitgebracht hat, ist überzeugt, dass offene Abteilungen die Grundlage sind, psychisch kranke Menschen für eine erfolgreiche Behandlung zu gewinnen.
Hohe Patientenzufriedenheit
Wie bereits in den Jahren zuvor, beurteilen Patientinnen und Patienten das Angebot der UPK als sehr gut. Dazu CEO Michael Rolaz: «Wir bieten eine exzellente Psychiatrie, was sich auch in der sehr hohen Patientenzufriedenheit zeigt. Dank dem guten Ergebnis können wir strategisch wichtige Projekte umsetzen und uns auf veränderte gesellschaftliche Bedürfnisse einstellen.»